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Ein Jahr StartWien Hub: Integrationsarbeit von morgen
Nach einem erfolgreichen ersten Jahr als Pilotprojekt zeigt der StartWien Hub, wie Integration in Wien heute und morgen gelingen kann: ganzheitlich, koordiniert und nah an den realen Lebenssituationen von neu zugewanderten Menschen und Familien. Ermöglicht wird dieses innovative Angebot durch die Förderung der Stadt Wien – Magistratsabteilung Integration und Diversität (MA 17).
Beim Besuch der Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling sowie der Leiterin der Abteilung für Integration und Diversität der Stadt Wien, Theodora Manolakos, konnte dieser All-In-One-Ansatz eindrucksvoll erlebt werden. Der Rundgang führte durch die Kinderbetreuung, die Kursräume und die Beratungsbereiche – dorthin, wo Integration tagtäglich stattfindet.
In der Kinderbetreuung herrschte eine lebendige, konzentrierte Atmosphäre. Gerade in der Eingewöhnungsphase konnten die jüngsten Kinder spielerisch ankommen, erste Beziehungen aufbauen und sprachliche Impulse erhalten, während ihre Eltern parallel an Deutschkursen teilnahmen. Frühkindliche Sprachförderung, Sicherheit und Beziehungsarbeit greifen hier von Beginn an ineinander und ermöglichen Familien einen guten Start.
Auch in den Kursräumen wurde sichtbar, wie eng die einzelnen Angebote miteinander verzahnt sind. Erwachsene Teilnehmende lernten Deutsch, andere nutzten parallel Beratungen zu Arbeit, Wohnen, Gesundheit oder Schule. Alle wichtigsten Anliegen der Integration der Teilnehmer*innen können dabei vor Ort, nicht außerhalb, sondern innerhalb des Projekts und an einem Ort behandelt werden – ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen, fragmentierten Angeboten.
Beim abschließenden Austausch erhielt die Vizebürgermeisterin Einblick in das Konzept sowie in die Ergebnisse und Wirkungen des Projekts. Deutlich wurde dabei: Wenn Sprachkurse, Beratung, Kinderbetreuung, Orientierung und Arbeitsmarktunterstützung gleichzeitig und aus einer Hand angeboten werden, profitieren sowohl die Teilnehmenden als auch das aufnehmende System. Wege verkürzen sich, Überforderung wird vermieden – und Integration wird schneller, nachhaltiger und wirksamer.
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